Übergänge

Veränderungen sind ein unvermeidbarer Teil unseres Lebens. Ohne den Mut Neues auszuprobieren kann keine Entwicklung stattfinden. Auch kleine Kinder haben schon Erfahrungen mit Veränderungen und der Notwendigkeit sich in neue Situationen einzufügen. Sie sind sogar wahre Meister darin. Veränderungen können uns überraschen, sie können eintreten, ohne dass wir es wollen oder beeinflussen können. Diese Art der Veränderung kann Kindern und auch Erwachsenen Angst machen. Wird aber der Übergang in etwas Neues von vertrauten Menschen einfühlsam vorbereitet und begleitet, kann das Kommende – wenn auch mit Herzklopfen – begrüßt werden.

Übergänge gibt es auch im Kindergarten. In der Natur erleben wir sie im Wechsel der Jahreszeiten und lernen uns darauf einzustellen. Wir sind damit ein Teil des Großen Ganzen. Ein besonderes Augenmerk legen wir aber auch auf die persönlichen Übergänge der Kinder bzw. Familien im Kontext ihrer Kindergartenzeit: Eingewöhnung, Gruppenwechsel und Übergang in die Schule.

Dem eigentlichen Schritt geht eine intensive Vorbereitungsphase voraus. Eingewöhnungskinder werden in den ersten Wochen noch von ihren Eltern begleitet. Kastanienkinder gehen vor dem Übergang mit den Großen in den Wald. Und die Schulanfänger treffen sich in ihrem letzten Kindergartenjahr wöchentlich an einem festen Tag in einer eigenen Gruppe.

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In dieser Zeit lernen die Kinder kennen, was auf sie zukommen wird. Sie schauen wie durch eine Tür in neue Räume, die ihnen bald offenstehen werden. Den Zeitpunkt des eigentlichen Übergangs feiern wir mit den Kindern ab drei Jahren mit einem Ritual. Hierbei treten die Übergangskinder durch ein „Tor des Wandels“ über eine Schwelle, die das Alte vom Neuen trennt. Sie werden auf der „anderen“ Seite von der Gruppe der älteren Kinder freudig empfangen und aufgenommen.

Für die Eltern, die ja ein Teil dieses Prozesses sind, bieten wir entsprechende Elternabende an. Auch die Zeit nach dem Übergang kann für einige Kinder schwierig sein, bis sie die neue Situation als vertraut empfinden und ein Teil der neuen Gruppe geworden sind. In dieser Phase stehen wir in engem Austausch mit den Eltern.