In den Neumondnächten der kalten, neblig trüben Novemberzeit endet die helle Jahreshälfte. Samain feiert den Antritt seiner Herrschaft. Er ist der Winterkönig, aber er trägt das Lebensgrün in den neuen Jahreskreis hinein.

Nun ziehen sich die Menschen und das Vieh in die Geborgenheit von Haus und Stall zurück. Die Vögel sammeln sich und fliegen nach Süden. Die Vorräte sind nun in der Scheune, im Speicher oder Keller.

Mit Rübengesichtern danken wir den Pflanzengeistern und laden sie ein, noch etwas in diesen Früchten zu verweilen.

Die letzten Wochen der Herrschaft des Lug und der Anona gleichen einem Sonnenuntergang. Die Nacht des Jahres bricht herein. Überall in der Natur schwindet die Kraft, die Tage werden kürzer, das bunte Laub fällt von den Bäumen.

Dies ist die Zeit, in der wir für die eingefahrene Ernte danken und uns an der Fülle des vergangenen Sommers laben. Der Tag und die Nacht sind gleich lang. Es herrscht das vollkommene Gleichgewicht. Eine Schwelle, die uns in die neue, dunkle Zeit führen wird. Immer weiter dreht sich das Rad des Lebens – und wir gehen mit.